Baum & Frucht
Die zur Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae = Guttiferae) gehörende Mangostan ist ein 6 - 25 m hoher, sehr langsam wachsender, immergrüner Baum mit pyramidaler Krone und dunkelbrauner oder fast schwarzer, abblätternder Rinde. Die lederartigen, dicken Blätter sind länglich oval, 9 bis 25 cm lang sowie 4,5 bis 10 cm breit, oberseitig dunkelgrün und unterseitig stumpf gelblichgrün gefärbt Die Blüten sind gelblich grün oder rötlich und etwa 4 bis 5 cm groß.
Die "Garcinia mangostana" ist die lateinische Bezeichnung der Mangostanfrucht. Die rundliche Frucht ist 4 - 8 cm groß und hat eine 6 - 10 mm dicke, dunkelrot bis purpurrot gefärbte Schale, an deren einem Ende sich deutlich erkennbar eine verholzte Narbe befindet und an deren anderem Ende meist die 4 Kelchblätter eingetrocknet vorhanden sind. Unter der Schale befindet sich das schneeweiße, sahnig saftige, weiche Fruchtfleisch in 4 - 8 dreieckigen Segmenten, deren Anzahl sich an der verholzten Narbe bereits von außen erkennen lässt. Das Fruchtfleisch ist samenlos oder enthält einige länglich eiförmige, 1,5 - 2,5 cm lange, gelblichgrüne, essbare Samenkörner. Der Geschmack ist mild säuerlich und wird als außerordentlich delikat, an Zitronen und Pfirsiche erinnernd, beschrieben.
Die ursprüngliche Herkunft der Mangosten wird einserseits auf den Sundainseln oder den Molukken und andererseits in Thailand oder Birma vermutet, ist jedoch weitgehend unbekannt. In Indien und Ceylon wurden Mangostan erstmals im 19. Jahrhundert angebaut, gleichzeitig gab es Versuche, den Baum an der afrikanischen Elfenbeinküste sowie in Mittelamerika und auf den westindischen Inseln zu kultivieren.

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